Sämtliche Einnahmen aus dieser Podcast-Produktion
gehen an das Anti-Aids-Projekt “Hope” in Südafrika.
Hagen Range in "Minna von Barnhelm" von G.E. Lessing.
Seit 19. März 2010 im Freien Werkstatt Theater in Köln.
Weitere Termine 2010:
20., 21.März, jeweils 20 Uhr
3., 5., 8., 10., 17., 18. April, jeweils 20 Uhr
6., 7., 8., 9. Mai, jeweils 20 Uhr
5., 6. Juni, jeweils 20 Uhr
FWT-Eigenproduktion, Inszenierung: Kay Link.
In einem heruntergekommenen Gasthaus finden zwei Liebende einander wieder, die sich in den Wirren des Siebenjährigen Krieges aus den Augen verloren haben. Er, der abgedankte Offizier von Tellheim, ringt um seine Existenz. Sie, Minna von Barnhelm, Tellheims Verlobte aus dem Feindesland, hat sich aufgemacht, um den Geliebten zu suchen. Das Wiedersehen der Beiden verläuft aber keineswegs so, wie sie es sich erhofft hatten.
Mit funkelndem Wortwitz, geschliffenen Dialogen und rasanten, zuweilen boulevardesken Wendungen spielt Lessings „Minna von Barnhelm“ die Hindernisse aus, die sich die Liebenden selbst in den Weg legen. Namentlich der Ex-Offizier Tellheim tut sich dabei hervor; er hält unerbittlich und bis zur Selbstverleugnung an einem starren Ehrenkodex fest. Wie nebenbei entfaltet Lessing zugleich den Mikrokosmos einer zufällig zusammengewürfelten Wirtshausgesellschaft, die die Erlebnisse eines verheerenden Kriegs abzuschütteln sucht, um sich in einem zerbrechlichen Frieden einzurichten. Unversehens streift die Komödienhandlung dabei das Tragische, bevor sie einem überraschenden Ende zusteuert.
Regisseur Kay Link brachte am Freien Werkstatt Theater bereits „Die Erzählung der Magd Zerline“ und „Woyzeck³“ auf die Bühne. Beide Inszenierungen erhielten Nominierungen für den Kölner Theaterpreis.
Mit Sandra Pohl, Tom Viehöfer, Sina-Maria Gerhardt, Philip Schlomm, Steffen Casimir Roczek, Hagen Range; Regie: Kay Link; Bühne und Kostüm: Peter Lehmann